Alles auf Anfang
Ein weiterer Block von irgendeiner Mutter, die nichts weiter zu berichten hat als von ihrem neuen Leben... nix neues zu berichten hat... ja, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Ich kann nur eins sagen, das Leben entwickelt sich mit Baby definitiv zu einer Sitcom (wenn auch einer, in der man nie mitspielen wollte). Manche Situationen sind so absurd, so saubescheuert, so strange, dass man sie durchaus mit anderen wiederkäuen möchte. Auch, wenn sie schon zum millionsten Mal auf der Welt passiert sind und es in dem Sinn nichts Weltbewegendes ist... und doch, sobald man selber in der Situation steckt, freut man sich, mit anderen auszutauschen, die dasselbe erlebt haben. Ihr wollt ein Beispiel hören? Naja, stellt euch vor, ihr seid kurz vor dem Geburtstermin und geht mit Vorwehen in die Klinik und die Hebamme wedelt mit eurer Slipeinlage auf dem Flur herum und freut sich wie Bolle "Näää, das is kein Fruchtwasser! Suuuuper, oder?!?" (was es stattdessen ist sei mal dahingestellt)
Die Situation war wirklich ein kleines Leckerli, und auch ein netter Vorgeschmack, wie depersonalisiert und entwürdigt man sich noch so fühlen kann im Geburtsvorgang oder auch danach auf Station. Eine würdige Einleitung für "alles auf Anfang", wenn sich durch die Geburt alles im Leben geändert hat. Und dann eben doch nicht das perfekte Baby da ist, das man durch die Propaganda in den Medien, die überteuerten Ratgeber die man blöderweise vergessen hat zu lesen (ehrlich ich dachte wenn die Geburt rum ist hab ich das Gröbste geschafft - irgendwie blöd ich geb's ja zu) oder im Bekanntenkreis erwartet hat (und man sich hinterher ständig mit dem Satz "alle anderen Mütter lügen doch bestimmt das kann doch nicht klappen)... Oder wenn man wie ein schielendes Kind am ersten Tag im Kindergarten (ihr wisst schon, die auch noch abstehende Ohren und eine Augenklappe haben, nix gegen die aber sie haben's nun mal schwerer als die anderen mit den Hello Kitty T-Shirts und den Barbieschuhen) auf Eigenpropagandatour Freunde sucht im elitären Mütterkreis und ums Verrecken keine findet (vielleicht auch weil's daran liegt daß man keinen Bock hat auf Herdengeblöke) die passen... ja, Mensch, was macht man denn dann? Genau: man schreibt einen (zugegebenermaßen etwas verzweifelten) Blog und hofft so auf amüsanten Austausch. Wer weiß, vielleicht liest das hier ja jemand - ich geb die Hoffnung nicht auf!
Die Situation war wirklich ein kleines Leckerli, und auch ein netter Vorgeschmack, wie depersonalisiert und entwürdigt man sich noch so fühlen kann im Geburtsvorgang oder auch danach auf Station. Eine würdige Einleitung für "alles auf Anfang", wenn sich durch die Geburt alles im Leben geändert hat. Und dann eben doch nicht das perfekte Baby da ist, das man durch die Propaganda in den Medien, die überteuerten Ratgeber die man blöderweise vergessen hat zu lesen (ehrlich ich dachte wenn die Geburt rum ist hab ich das Gröbste geschafft - irgendwie blöd ich geb's ja zu) oder im Bekanntenkreis erwartet hat (und man sich hinterher ständig mit dem Satz "alle anderen Mütter lügen doch bestimmt das kann doch nicht klappen)... Oder wenn man wie ein schielendes Kind am ersten Tag im Kindergarten (ihr wisst schon, die auch noch abstehende Ohren und eine Augenklappe haben, nix gegen die aber sie haben's nun mal schwerer als die anderen mit den Hello Kitty T-Shirts und den Barbieschuhen) auf Eigenpropagandatour Freunde sucht im elitären Mütterkreis und ums Verrecken keine findet (vielleicht auch weil's daran liegt daß man keinen Bock hat auf Herdengeblöke) die passen... ja, Mensch, was macht man denn dann? Genau: man schreibt einen (zugegebenermaßen etwas verzweifelten) Blog und hofft so auf amüsanten Austausch. Wer weiß, vielleicht liest das hier ja jemand - ich geb die Hoffnung nicht auf!
big j - 24. Aug, 21:01
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